| Länge: |
5 km |
| Dauer: |
3 Stunden |
Beschreibung
Lange vor dem Menschen besiedelte der Biber
nach den Eiszeiten das Thurtal, wo er seit jeher
Bäume fällte, Dämme baute und Steilufer unterhöhlte.
Nach seiner Ausrottung im 19. Jahrhundert und den
Aussetzungen vor 35 Jahren an den Nussbaumerseen
durch den WWF Bodensee/Thurgau lebt er heute
wieder in den Thurauen. Die neuere Geschichte des
Bibers ist eine Erfolgsgeschichte.
Rund 450 Biber leben zurzeit in der Schweiz, annähernd 100 davon sind
im Thurgau heimisch. Rund ein Viertel davon dürften laut Schätzungen
des Biologen und Biber-Experten Mathis Müller-Buser aus Pfyn im Gebiet
rund um den Pfyner Biberpfad anzutreffen sein. Ob man bei der Begehung
des Pfades sofort auch einen Biber zu Gesicht bekommt, ist jedoch
zweifelhaft, denn die Tiere sind vor allem nachtaktiv und kaum vor dem
Einnachten zu sehen. Wer jedoch nach Eindunkeln Biber beobachten
möchte, hat gute Chancen, entlang des Biberlehrpfades mehr als nur
Bissspuren und Höhlenbauten zu entdecken.
Seine Spuren sind unübersehbar und tauchen
oft an unerwarteten Stellen auf. Der Biberpfad
führt Sie durch verschiedene Lebensräume und
mehrere Biberreviere im Raum Pfyn. Für sein
längerfristiges Überlegen braucht der Biber
vernetzte Fliessgewässer und naturnahe
Landschaftskorridore. Unterwegs informieren 12
aus Eichenbrettern gefertigten Tafeln entlang dem
Fabrikkanal den Besucher umfassend über die
Lebensgewohnheiten des grössten heimischen Nagers.
Finanziell wurde das Projekt dank den Läuferinnen
und Läufern des WWF Laufes 2001 sowie dank vielen
weiteren Sponsoren ermöglicht. Mit diesem Biberpfad - im internationalen Jahr des Süsswassers erstellt - soll der
Biber und sein Lebensraum den Menschen näher gebracht werden.